
Spätromantik
Anna Teichmüller
1861–1940
Solo-Klavier
- Geboren
- 11. Mai 1861 (Göttingen)
- Gestorben
- 6. September 1940 (Schreiberhau / Riesengebirge)
Deutsche Komponistin der Spätromantik. Ausgebildet in Dorpat, Jena und Berlin, schuf sie im Umfeld der Künstlerkolonie Schreiberhau über 150 Lieder, Kammermusik und Vokalwerke.
„Ihr Klavierspiel inspirierte Dichter wie Carl und Gerhart Hauptmann zur Gründung der Künstlerkolonie Schreiberhau.“
Biografie
Anna Teichmüller wird 1861 in Göttingen als Tochter des Philosophen Gustav Teichmüller geboren. Sie wächst in einem akademisch geprägten Umfeld auf und absolviert Studien in Musik, Philosophie und Theologie in Dorpat (Estland), Jena und Berlin.
Um 1900 zieht sie auf Einladung der Dichterbrüder Gerhart und Carl Hauptmann nach Schreiberhau im Riesengebirge. Carl Hauptmann lässt sich für seine literarische Arbeit regelmäßig von ihrem introspektiven Klavierspiel inspirieren, woraufhin Teichmüller zu einer zentralen Figur der dortigen Künstlerkolonie wird.
Ab 1904 gibt sie zahlreiche Werke im Druck heraus: Neben etwa 150 Liedern entstehen Balladen, Chorwerke, eine Kantate, eine Messe sowie eine Oper. Zusätzlich arbeitet sie als engagierte Musikpädagogin im örtlichen Kinderheim.
Ihre spätromantisch geprägte Musik zeichnet sich durch tief empfundene Melodik und feine Textausdeutung aus. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1940 bleibt sie dem kulturellen Leben im Riesengebirge eng verbunden.
Schlüsselwerke
- Elegie für Violoncello und Klavier op. 20
- Liederzyklus nach Gedichten von Carl Hauptmann
- Märchenspiele und Vokalwerke für Kinder
- Messe in g-Moll
- Über 150 Kunstlieder und Balladen
Weiterführend
Werke im Repertoire
Die georgische Prinzessin op. 43
Solo-Klavier
6′