
Spätromantik / Moderne
Cornélie van Oosterzee
1863–1943
Solo-Klavier
- Geboren
- 16. August 1863 (Batavia / Jakarta)
- Gestorben
- 12. August 1943 (Berlin)
Niederländische Komponistin, Pianistin und Dirigentin. Sie studierte in Den Haag sowie Berlin und schuf beachtete Opern, Orchesterwerke und Kammermusik an der Schwelle zur Moderne.
„1897 wurde sie als erste Komponistin für ihre sinfonischen Verdienste zum Ritter des Ordens von Oranje-Nassau ernannt.“
Biografie
Cornélie van Oosterzee wird 1863 in Batavia (dem heutigen Jakarta) geboren. Erst im Alter von 16 Jahren beginnt sie mit dem intensiven Klavierspiel und nimmt Musiktheorieunterricht bei Willem Nicolai. Ein zwischenzeitlicher Umzug der Familie nach Niederländisch-Ostindien unterbricht ihre Studien vorübergehend.
Mit 25 Jahren kehrt sie in die Niederlande zurück und nimmt ihre Ausbildung bei Willem Nicolai, Samuel de Lange sowie Robert Radecke wieder auf. Anschließend zieht sie nach Berlin, um bei Heinrich Urban Komposition zu studieren und sich tiefer in die spätromantische Satzlehre einzuarbeiten.
Ihr Schaffen entwickelt eine beachtliche Spannweite: Neben Liedern, Chormusik und Klavierwerken wagt sie sich erfolgreich an großbesetzte Orchesterwerke und Opern. Ihre Oper 'Das Gelöbnis' wird 1910 unter großer Beachtung im Hoftheater Weimar uraufgeführt.
In Anerkennung ihrer herausragenden künstlerischen Leistungen wird van Oosterzee 1897 zum Ritter des Ordens von Oranje-Nassau ernannt. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1943 in Berlin bleibt sie eine wegweisende Persönlichkeit im deutsch-niederländischen Kulturraum.
Schlüsselwerke
- Das Gelöbnis (Oper, Uraufführung Hoftheater Weimar 1910)
- Nordische Phantasie op. 31 (Orchesterwerk)
- Sinfonie in f-Moll op. 42
- Te Deum für Soli, Chor und Orchester
- Drei Klavierstücke op. 22
Weiterführend
Werke im Repertoire
Petite Valse Capricieuse op. 23 Nr. 1
Solo-Klavier
3′