
Barock
Élisabeth Jacquet de La Guerre
geb. Jacquet
ca. 1665–1729
Solo-Klavier
- Geboren
- ca. 17. März 1665 (Paris)
- Gestorben
- 27. Juni 1729 (Paris)
Französische Komponistin, Cembalistin und Organistin des Barock. Als Wunderkind am Hofe des Sonnenkönigs gefördert, schuf sie wegweisende Bühnenwerke, Kantaten und Instrumentalmusik.
„Unter der persönlichen Förderung von König Ludwig XIV. schrieb sie als erste Frau überhaupt eine Oper für die Pariser Opéra.“
Biografie
Élisabeth Jacquet wird um 1665 in eine renommierte Pariser Musiker- und Instrumentenbauerfamilie geboren. Schon als kleines Mädchen erregt ihr außergewöhnliches Spiel auf dem Cembalo Aufsehen am Hofe Ludwigs XIV. Der 'Sonnenkönig' wird zu ihrem lebenslangen Patron, fördert ihre Auftritte und unterstützt den Druck ihrer Kompositionen.
Nach ihrer Hochzeit mit dem Organisten Marin de La Guerre etabliert sie sich in Paris als gefeierte Virtuosin und Pädagogin. In ihren wöchentlichen Salons versammelt sich die künstlerische Elite der Hauptstadt.
1694 setzt sie einen historischen Meilenstein: Mit ihrer 'Tragédie en musique' Céphale et Procris komponiert sie die erste Oper einer Frau, die an der berühmten Opéra Paris zur Aufführung gelangt.
Neben ihren Bühnenwerken hinterlässt sie herausragende Cembalosuiten, hebräische und weltliche Kantaten sowie frühe französische Violin-Sonaten, in denen sie meisterhaft die französische Eleganz mit italienischen Formelementen verbindet.
Schlüsselwerke
- Céphale et Procris (Tragédie en musique, 1694)
- Pièces de clavecin (Cembalowerke 1687 & 1707)
- Sonates pour le violon et pour le clavecin (1707)
- Cantates françoises sur des sujets tirez de l'Écriture (1708)
- Le Sommeil d'Ulisse (Weltliche Kantate, ca. 1715)
Weiterführend
Werke im Repertoire
Suite Nr. 2 G-Moll
Solo-Klavier
18′Rondeau G-Moll
Solo-Klavier
2′