
Moderne / Zeitgenössisch
Felicitas Kukuck
geb. Cohnheim (später Kestner, verh. Kukuck)
1914–2001
Ausgewählte Lieder
- Geboren
- 2. November 1914 (Hamburg)
- Gestorben
- 4. Juni 2001 (Hamburg)
Bedeutende Hamburger Komponistin des 20. Jahrhunderts. Als Meisterschülerin von Paul Hindemith schuf sie ein imposantes Werk aus Oratorien, Kirchenoper und politisch engagierter Vokalmusik.
„Über 1.000 Werke geschaffen – getrieben von einer ethischen Verantwortung der Musik und Worten, die ihre Kompositionen entzündeten.“
Biografie
Felicitas Kukuck wird 1914 in Hamburg geboren. Während der NS-Diktatur sieht sie sich aufgrund ihrer jüdischen Vorfahren Repressionen ausgesetzt, absolviert jedoch ihr Kompositionsstudium bei Paul Hindemith. Dessen Überzeugung von der ethischen Verpflichtung der Musik wird zur Richtschnur ihres gesamten Schaffens.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lässt sie sich in Hamburg-Blankenese nieder. In über sechs Jahrzehnten komponiert sie mehr als 1.000 Werke. Große Beachtung finden ihre großen Oratorien wie 'Das kommende Reich' (1953) und 'Der Gottesknecht' (1959).
In ihren späteren Kantaten, Motetten und Kirchenopern setzt sie sich intensiv mit den existenziellen Fragen der Moderne auseinander – von Friedensbewegungen über Auschwitz bis hin zu Hiroshima. Zudem verfasste sie bekannte Kirchenliedmelodien und weltliche Chorsätze.
Für ihre herausragenden Verdienste um das Hamburger Musikleben wurde sie unter anderem mit der Johannes-Brahms-Medaille geehrt. Bis ins hohe Alter komponierte sie fast täglich.
Schlüsselwerke
- Das kommende Reich (Oratorium, 1953)
- Der Gottesknecht (Doppelchöriges Oratorium, 1959)
- Und es ward: Hiroshima (Kantate / Collage, 1995)
- Sieben Lieder nach Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger (1996)
- Es führt über den Main (Chorsatz / Volksliedbearbeitung, 1953)
Werke im Repertoire
Ausgewählte Lieder
Ausgewählte Lieder