
Moderne
Florence Price
geb. Smith
1887–1953
Solo-Klavier
- Geboren
- 9. April 1887 (Little Rock, Arkansas)
- Gestorben
- 3. Juni 1953 (Chicago, Illinois)
Pionierin der US-amerikanischen Musikgeschichte. Trotz enormer rassistischer und sexistischer Widerstände schuf sie ein bedeutendes Werk aus Sinfonien, Orchester- und Klavierwerken, die Spätromantik mit afroamerikanischen Spirituals verbinden.
„Als erste afroamerikanische Komponistin, deren Sinfonie von einem großen US-Orchester uraufgeführt wurde, schrieb sie amerikanische Musikgeschichte.“
Biografie
Florence Price wird 1887 in Little Rock, Arkansas, geboren. Sie studiert Komposition und Orchestration am renommierten New England Conservatory in Boston, wo sie sich aufgrund der vorherrschenden rassistischen Diskriminierung zeitweise als Mexikanerin ausgeben muss, um ihr Studium ungestört abschließen zu können.
Nach ihrer Übersiedlung nach Chicago in den späten 1920er Jahren entfaltet sie eine rege Schaffensperiode. 1932 gewinnt ihre Sinfonie Nr. 1 in e-Moll den 1. Preis der Rodman Wanamaker Competition. Mit der Uraufführung durch das Chicago Symphony Orchestra 1933 schreibt sie Geschichte als erste afroamerikanische Frau, deren Werk von einem Major Orchestra gespielt wird.
Ihr umfangreiches Schaffen vereint europäischen spätromantischen Kontrapunkt meisterhaft mit Melodien und Rhythmen afroamerikanischer Spirituals und Blues-Formen.
Nach ihrem Tod 1953 geriet ihr Werk durch die Ausgrenzung von Minderheiten lange in Vergessenheit. Erst der Fund zahlreicher verschollener Manuskripte im Jahr 2009 leitete eine weltweite Renaissance ihrer Musik auf internationalen Konzertbühnen ein.
Schlüsselwerke
- Sinfonie Nr. 1 in e-Moll (Uraufführung durch das Chicago Symphony Orchestra 1933)
- Klavierkonzert in d-Moll (Concerto in One Movement)
- Sinfonie Nr. 3 in c-Moll
- Fantasie Nègre Nr. 1 in e-Moll (für Klavier)
- Sonate in e-Moll für Klavier
Werke im Repertoire
Preludes Nr. 2, 3, 5
Solo-Klavier
7′