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Lili Boulanger, historische Portraitaufnahme
Lili Boulanger, historische Portraitaufnahme

Moderne

Lili Boulanger

1893–1918

Solo-Klavier

Geboren
21. August 1893 (Paris)
Gestorben
15. März 1918 (Mézy-sur-Seine)

Herausragende Vertreterin des französischen Impressionismus. Trotz schwerer chronischer Krankheit hinterließ sie in ihrem nur 24-jährigen Leben hochexpressive, klanglich verfeinerte Meisterwerke.

„Mit nur 19 Jahren gewann sie als erste Frau überhaupt den begehrten Grand Prix de Rome und wurde über Nacht zur internationalen Berühmtheit.“

Biografie

Marie-Juliette Olga 'Lili' Boulanger wächst in einer hochmusikalischen Pariser Familie auf. Aufgrund einer schweren Lungenentzündung im Alter von zwei Jahren bleibt ihr Immunsystem lebenslang geschwächt. Unterrichtet von ihrer älteren Schwester Nadia Boulanger sowie privat in Harmonielehre, Klavier, Orgel, Cello und Harfe, entwickelt sie schon früh ein außergewöhnliches Talent.

Bereits im Kindesalter hospitiert sie in Gabriel Faurés Kompositionsklasse am Conservatoire. Beseelt von dem Wunsch, wie ihr Vater den renommierten Rom-Preis zu gewinnen, nimmt sie allen gesundheitlichen Widrigkeiten zum Trotz das Studium auf.

1913 gelingt der 19-Jährigen ein historischer Triumph: Als erste Frau gewinnt sie mit überwältigender Mehrheit den Grand Prix de Rome. Der Erfolg bringt ihr internationale Berühmtheit, begeisterte Kritiken von Claude Debussy sowie einen Exklusivvertrag mit dem Musikverlag Ricordi ein.

Während ihres Studienaufenthalts in der römischen Villa Medici entstehen trotz schwerer Schübe ihrer Krankheit tiefgründige Werke wie die 'Trois Morceaux pour Piano'. 1918 erliegt Lili Boulanger im Alter von nur 24 Jahren ihrem Leiden. Ihr Schaffen gilt bis heute als einer der Höhepunkte der französischen Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

Schlüsselwerke

  • Faust et Hélène (Kantate – Grand Prix de Rome 1913)
  • Psaume 130 »Du fond de l'abîme« (für Alt, Tenor, Chor und Orchester)
  • Trois Morceaux pour Piano (D'un jardin clair, D'un vieux jardin, Cortège)
  • D'un soir triste / D'un matin de printemps (für Klaviertrio / Orchester)
  • Pie Jesu (für Gesang, Streichquartett, Harfe und Orgel)

Weiterführend

  • Wikipedia Biographie
  • FemBio Artikel
  • Furore Verlag (Noten)

Werke im Repertoire

  • Trois Morceaux pour piano

    Solo-Klavier

    10′

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