
Romantik / Moderne
Mel Bonis
geb. Mélanie Hélène Bonis (verh. Domange)
1858–1937
Solo-Klavier
- Geboren
- 21. Januar 1858 (Paris)
- Gestorben
- 18. März 1937 (Sarcelles)
Französische Komponistin der Spätromantik und des Impressionismus. Sie studierte bei César Franck und schuf trotz familiärer Widerstände ein herausragendes Gesamtwerk für Klavier, Orgel und Kammermusik.
„Trotz eines riesigen Haushalts und gesellschaftlicher Zwänge schuf sie unter dem geschlechtsneutralen Pseudonym Mel Bonis über 300 Werke.“
Biografie
Mélanie Hélène Bonis wird 1858 in Paris geboren. Durch Vermittlung von César Franck gelangt sie an das renommierte Pariser Conservatoire, wo sie hervorragende Leistungen zeigt und unter anderem zusammen mit Claude Debussy studiert.
Wegen einer von ihren Eltern missbilligten Liebschaft mit einem Studienkollegen wird sie vom Conservatoire genommen und zu einer Ehe mit einem zweifachen Witwer gezwungen. Trotz des großen Haushalts und eigener Kinder komponiert sie unentwegt weiter.
Um Vorurteilen gegenüber komponierenden Frauen zu entgehen, wählt sie das geschlechtsneutrale Pseudonym 'Mel Bonis'. Unter diesem Namen erscheinen bei namhaften Pariser Verlegern über 300 Werke für Klavier, Orgel, Vokal- und Kammermusik sowie Orchester.
Nach rund 60 Jahren Vergessenheit erfährt ihr farbenreiches Werk an der Schnittstelle von Spätromantik und Impressionismus in den letzten Jahren wieder vermehrt die internationale Aufmerksamkeit, die ihm gebührt.
Schlüsselwerke
- Femmes de légende (Klavierstücke: Ophelia, Salome, Phoebe etc.)
- Sonate für Violoncello und Klavier in F-Dur op. 67
- Klavierquartett Nr. 1 in B-Dur op. 69
- Suite en forme de valses op. 35–38
- Trois Pièces für Orgel op. 154
Weiterführend
Werke im Repertoire
6 Klavierstücke
Solo-Klavier
16′